Pechvogel des Monats
Manchmal wünscht man sich, man könnte kurz die Zeit zurückdrehen. Ich persönlich hatte diesen Monat mehrmals diesen Wunsch. Jeden davon aufzuzählen, würde den Umfang des Eintrags sprengen, aber die Highlights, die mich in diesem Monat zum gekrönten Pechvogel machen, seien kurz aufgelistet. Da wäre zu allererst die Sache mit dem Yaris.
Der Yaris ist der allererste Firmen-PKW von true fruits, der schon viele Kilometer hinter sich hat und sich immer wieder als kleines Raumwunder entpuppt. Trotzdem zieht er es magisch an, dass der Fahrer beim Tanken an der Zapfsäule zeitweise komplett versagt und ihm statt dem benötigten Diesel, Benzin in den Tank kippt. So ist es nicht nur Jens vor knapp zwei Jahren passiert, sondern nun auch mir – mit dem Unterschied, dass Jens es relativ schnell bemerkt hat und ich felsenfest davon ausgegangen bin, dass auf keinen Fall falsch getankter Sprit der Grund dafür ist, warum ich abends in schicker Warnweste hinter der Leitplanke der A3 im Regen auf den ADAC warte. Erst der Toyotahändler am nächsten Tag hat mich, nachdem er vorsichtshalber nach der Tankquittung bat, darauf hingewiesen, dass Diesel nicht 1,50 Euro kostet. Doof, wirklich doof. Vor allem, weil keine Versicherung für Dummheit und Gedankenlosigkeit haftet – weder die private Haftpflicht noch die Vollkasko. Schade eigentlich. Ist nämlich ein teures Vergnügen und man betet Tag und Nacht, dass nicht auch der Motor beschädigt ist. War er nicht und der Kleine schnurrt wieder wie ein Großer.
Als ich dann eine Woche später im Supermarkt 6,80 Euro für eine Wassermelone bezahlt habe und mit irritiertem Gesichtsausdruck auf das Wechselgeld gewartet habe (das leider fern blieb), hat das zur Bürobelustigung für mindestens eine Woche beigetragen. Der Verlust einer Lieblingsjacke am Wochenende im Zelt der Füchse, hat mich dann weiterhin bestärkt, dass es grad nicht so richtig rund läuft. Der krönende Abschluss passierte dann aber gestern – und ich hoffe, das war der Abschluss – denn da hat mich ein parkendes Auto zu einem Ausweichmanöver mit dem Fahrrad gezwungen, dass in einer schmerzhaften Begegnung mit dem Bordstein endete. Folge: Humpelbein und Schürfwunden. Diagnose: urlaubsreif! Bis dahin wird jedes weitere Missgeschick einfach mit einem Lächeln genommen.
